ordination

Dr. Eva Geberth

Fachärztin für Innere Medizin und Geriatrie

Ärztin für Allgemeinmedizin

Das Gebiet der Inneren Medizin ist ein großes. Es um­fasst im Wesent­lichen die Funk­ti­onen der Inneren Organe, des Gefäß­systems, des Stoff­wech­sels und des Blutes. Inter­nisten be­han­deln unter Anderem Herz- und Lungen­krank­heiten, Gefäß­krankheiten, Blut­hoch­druck, Dia­betes, Fett­stoff­wech­sel­stör­ungen, Schild­drüsen­er­kran­kungen, Krank­heit­en der Verdau­ungs­organe und der Nieren.

Hier finden Sie einen Über­blick über die Wege zur in­ter­nis­tischen Dia­gnose­stellung und über das Leistungs­spektrum meiner Ordination.

Anamnese

In der Inneren Medizin ist das Gespräch, das genaue Fragen über den Charakter der Be­schwerden schon ein wesentlicher Schritt in Richtung Diagnose.

Natürlich hat die Technik schon vor vielen Jahren auch bei den Internisten Einzug ge­halten, sodass der „alte Internist“, der nur mit dem Stethoskop und EKG ausgerüstet war, fast ausgestorben ist. Dennoch ist in diesem Teilgebiet der Medizin, das ohne Skalpell auskommt, der Mensch in seiner Gesamtheit mit seiner Lebensgeschichte, seinen Schil­de­rung­en und ganz typischen Be­schwer­de­bildern im Zen­trum des Interesses.

Daher wird dem ärztlichem Gespräch – dem gezielten Fragen und dem Zuhören – die nötige Zeit geschenkt.

Klinische Untersuchung

Das „Perkutieren“ (Ab­klopfen) und „Aus­kul­tieren“ (Ab­hören) hat einen wichtigen Stellen­wert.

Beim Herz kann man Hin­weise erlangen, ob alle Herz­klappen dicht schließen oder ob Klappen­ver­engungen bzw. -ver­kalkungen vor­liegen.

Über Gefäßen hört man eventuelle Strö­mungs­ge­räusche und schließt so auf Ver­kalk­ungen und Ein­engungen.

Die Lunge bietet unter­schied­liche Vari­anten des Atmungs­geräusches, je nach dem, ob eine Lungen­ent­zündung, eine Ver­engung der Bron­chien bei Asthma und Bronchitis oder Wasser in der Lunge, z.B. bei Herz­schwäche, vor­liegen.

Es wird die Haut be­gutachtet, Pul­se werden ge­tastet und die Bauch­organe werden nach ihrer Größe und Kon­sis­tenz beurteilt.

All diese Unter­suchungen die­nen der Ent­scheidung über die Not­wendigkeit weiterf­ührender Untersuchungen.

Elektro­kardiogramm (EKG)

Damit das Herz schla­gen kann, lau­fen kom­pli­zierte elek­trische Vor­gänge ab.

Der „Sinus­knoten“, der als „Herz­schritt­macher“ von Natur aus im Vor­hof vor­handen ist, gibt im Normal­fall den Takt an. Seine elek­trischen Bef­ehle wer­den über elektrische Bün­del an die Vor­höfe und Herz­kam­mern weiter­ge­leitet, deren Mus­keln sich dann zu­sammen­zie­hen. Man kann sich leicht vor­stellen, dass „Fehler bei der Elek­trik“ das Herz in seiner Funk­tion stören, dass aber auch Krank­heiten am Herz­muskel oder an den Klappen Aus­wirk­ungen auf die Elek­trik haben können.

So kommt dem EKG, das die Summe aller Herz­ströme an ver­schie­denen Stel­len ab­leitet, wesent­liche Be­deut­ung zu. Hier sieht man Durch­blut­ungs­störungen und Herzinfarkte, Extra­sys­tolen und Vorhofflimmern, und kann Ver­größerungen von Herz­kammern oder Ver­dick­ungen des Herz­muskels er­ahnen. Auch Blut­salze wie Kalium und Kal­zium oder die Schild­drü­sen­funk­tion haben Ein­fluss auf das EKG.

Das Schreiben eines 12 Ableitungs-EKGs gehört zum Stan­dard jedes Besuches.

Wenn Sie unter Herz­rhyth­mus­störungen (Herz­rasen, „Aus­setzen des Herz­schlages“) lei­den, kann es not­wendig sein, eine 24h-EKG-Auf­zeichnung vor­zu­nehmen. Ein Ter­min an der In­ternen Am­bulanz des Gött­licher Hei­land Kranken­hauses kann ver­mittelt werden.

Blutdruck

Natürlich wird bei je­dem Be­such der Blut­druck ge­messen. Viel wich­tiger ist aber die regel­mäßige Selbst­messung daheim, wenn beim Arzt schon einmal ein er­höhter Blut­druck fest­ge­stellt wurde. Gerne können wir das Blut­druck­messen üben oder ein mit­ge­brach­tes Gerät auf Genauigkeit überprüfen.

Der obere Ziel­wert liegt bei 140/90 mm Hg, im hohen Alter indi­viduell höher.

Dies bedeutet, dass 3/4 der in einem Tages­verlauf ge­mes­senen Werte den oben genannten nicht über­stei­gen soll­ten. Sie sehen also, die alte Regel „100 + Alter“ ist aus der Mode ge­kommen. Warum?

Durch viele Studien wur­de be­legt, dass ein höherer Blut­druck die Ge­fahr für Herz­infarkt und Schlag­an­fall ge­fährlich stei­gert. Auch Herz­muskel, Augen und Nieren werden geschädigt. Ein­mal auf­ge­treten, sind die Schäden nicht wieder gut zu machen. Manch­mal spürt man einen hohen Blut­druck, wenn man Kopf­schmer­zen, Schwin­del, Ohren­sausen, Atem­not, blei­erne Müdig­keit oder Be­klem­mungs­gefühle be­kommt. Oft ver­ursacht er aber keine Be­schwer­den und schä­digt heim­lich, still und leise unser Herz und unsere Gefäße.

Nach Aus­schluss selten vor­liegender Ur­sachen wie z.B. Nieren­krank­heiten oder Stoff­wechsel­störungen ist der erste Schritt zu einem normalen Blut­druck regel­mäßige Be­wegung, koch­salz­arme Kost sowie das Sen­ken eines even­tuell vor­handenen Über­gewichtes.

Oft reicht die Umstellung des Lebensstils aber nicht aus oder gelingt auch nicht, dann ist die behutsame, aber regel­mäßige und kon­se­quente medi­kamen­töse The­rapie an­gezeigt.

Sollte es Un­sicher­heiten z.B. be­züglich der nächt­lichen Blut­druck­werte geben, deren Er­höhung einen be­sonderen Risiko­faktor dar­stellt, wird eine 24-Stunden-Blut­druck­messung im Rah­men der In­ternen Am­bulanz des Gött­licher Hei­land Kranken­hauses in die Wege geleitet.

Ergometrie – Belastungs-EKG

Einfach wie Rad­fahren funk­tio­niert das Be­lastungs-EKG, leich­ter noch: das Rad kann nicht um­fallen. Die Unter­suchung wird auf einem Ge­rät durch­geführt, das einem Home­trainer ähnelt.

Die Einsatzgebiete der Ergo­metrie sind die Ab­klärung des Brusts­chmerzes, der be­lastungs­ab­häng­igen Atem­not, des un­ter Be­lastung wieder­kehrenden Be­klemm­ungsge­fühls, aber auch die Be­urteilung der Ge­fährlich­keit von Extra­schlägen und der Blut­druck­ein­stel­lung, da minüt­lich der Blut­druck gemessen wird.

Nicht zuletzt dient die Ergo­metrie der Leistungs­diagnostik und hilft beim Fest­legen der Trainings­herz­fre­quenz für das Aus­dauer­training.

„Verkabelt“ mit 10 Saug-Elektroden und einer Blut­­druck­man­schette, fahren Männer „oben ohne“, Frauen eventuell im BH, alle jeden­falls mit festem Schuh­werk, bei stei­gender Be­lastung so lange sie kön­nen oder bis Be­schwer­den auf­treten. Jeder Herz­schlag wird auf­ge­zeich­net und an­schlie­ßend detail­liert aus­gewertet.

Die Unter­suchung dauert zwi­schen 20 und 40 Minuten und ist wirklich an­strengend! Diese „Aus­belastung“ ist aber nötig, um eine seri­öse Dia­gnose zu ge­währ­leisten. Bitte Hand­tuch und Getränk mit­nehmen! Der Magen sollte vorher nicht zu voll sein.

Lungenfunktions­probe – Spirometrie

Diese ein­fache Methode zur Mes­sung des Lungen­volumens und des Luft­stroms pro Sekunde beim forcierten Ausatmen dient der Ab­klär­ung bei Atem­not und der Dia­gnose von Asthma bron­chiale und chro­nischer Bron­chitis mit Atem­wegs­verengung („COPD“).

Jeder Husten, der über 14 Tage anhält, gehört abgeklärt!

Speziell das Rauchen führt durch die to­xischen Inhalts­stoffe zu einer chro­nischen Ent­zündung und Ver­engung der klein­sten Atem­wege und da­durch zu einer Über­blähung der Lungen­bläschen, die über die Jahre in einer Zer­störung der Lunge mit Aus­bildung eines Lungen­em­physems mit funk­ti­ons­losen Lungen­blasen endet. Die­ser Zu­stand ist nicht wieder gut zu machen und er­zwingt ein tra­gisches Le­ben an der Sauer­stoff­flasche ohne Mög­lich­keit zur kör­per­lichen Be­lastung mit stän­digem Er­stickungs­gefühl. Der so ge­fürchtete Lungen­krebs wird oft nicht mehr „erlebt“.

Um den Spät­schäden weit­gehend vor­zu­beugen, Lungen­gewebe zu be­wah­ren und die wich­tige Dia­gnose „Bron­chien­verengung“ zu stel­len, liefert die Spiro­metrie we­sent­liche Mess­daten, auf deren Basis eine bron­chien­er­weiternde und ent­zündungs­hemmende (meist inhalative) The­ra­pie be­gonnen wird.

Schau­fenster­krank­heit, periphere arterielle Verschluss­krankheit (paVk), Durch­blutungs­störungen bei Diabetes, Raucherbein

„Kalte Füße“ sind ein Volks­leiden und ha­ben nicht zwin­gend etwas mit der Ver­engung der Bei­narterien zu tun. Tre­ten jedoch geh­strecken­ab­hängige, krampf­artige Schmer­zen in den Waden und­/oder Ober­schenkeln und Füßen auf, die nach einer Pause wieder ver­gehen, und lei­den Sie zusätz­lich an Dia­betes, Blut­hoch­druck, Er­höhung des Cho­les­terins oder sind Rau­cher, so ist eine Ver­eng­ung („Stenose“) oder ein Ver­schluss einer oder meh­re­rer Becken- oder Bein­arterien möglich.

Um dies zu dia­gnosti­zieren oder auch aus­zu­schließen (denn oft liegt die Schmerz­ursache in einer Ver­schmälerung von Band­scheiben o.Ä.), ist – ge­löscht, machen wir nicht mehr als Screening – eine sogenannte Oszillo­metrie nötig, bei der an Hand­gelenken und Fesseln Druck­manschet­ten aufgepumpt werden. So kann – in Zusam­men­schau mit der kli­ni­schen Unter­suchung und dem Tas­ten der Pulse in Leiste, Knie­kehle und am Fuß – die Lage der Gefäß­verengung ge­schätzt werden. Er­gänzend kann eine farb­codierte Doppler­sonografie der Bein­arterien durch­geführt werden.

Sollte Ihre schmerz­freie Geh­strecke unter 100 Metern in der Ebene liegen bzw. Ihr Leben durch die Schmer­zen stark ein­ge­schränkt sein, wird die sta­ti­onäre Auf­nahme am Gött­licher Hei­land Kranken­haus Wien zur Durch­führung einer Angio­grafie in die Wege geleitet. Danach erfolgt die weitere Therapie­planung.